ZUM THEMA
1.1. STRÖMUNGEN IM VORFELD VON
MEDELLIN
1.1.1. Entwicklungstheorien
(Desarrollismo)
1.1.2. Theorien einer
,ungleichen Entwicklung'
1.1.3. Zur
Dependenztheorie
1.2. Zum Sozialismus-
Begriff im studentischen Milieu der 'Juventud Catolica'
1.3. Paolo Freires Konzept
der 'Concientizacao'
1.4. Ivan Illichs
kulturkritischer Ansatz
1.5. 'Theologie der
Revolution'
1.6. Populorum Progressio
2. ZUR EKKLESIOLOGIE
VON MEDELLIN in systematisierter Zusammenschau
2.1. Der Zusammenhang
zwischen den Aussagen von Medellin und dem II.Vatikanum
2.2. Ekklesiologische
Aussagen von Medellin
2.3. Vergleich von Lumen
Gentium und der Ekklesiologie von Medellin
3. EINIGE UMSTRITTENE
EKKLESIOLOGISCHE ENTWÜRFE INNERHALB DER ,BEFREIUNGSTHEOLOGIE' IM ANSCHLUSS AN
MEDELLIN
3.1. Zum Problem
3.2. Die Bewegung der
,Cristianos por el Socialismo'
3.3. Hugo Assmanns
ekklesiologischer Entwurf
3.4. Zur Ekklesiologie von
Gustavo Gutierrez
3.5. Zur Kontroverse um Clodovis
Boffs Ekklesiologie
3.6. Zur Kontroverse um
Leonardo Boffs Ekklesiologie
4. ZUR EKKLESIOLOGIE VON
PUEBLA
4.1. Auf dem Weg zur
Konferenz in Puebla
4.2. Das 'Documento de Consulta'
4.3. Das 'Documento de Trabajo'
4.4. Die
Polarisierung und Personalisierung des Konfliktes
4.5. Zum Ablauf der
Konferenz von Puebla
4.6. Die Bedeutung des
Beitrags von Papst Johannes Paul II. für die Konferenz von Puebla
4.7. Zur 'Ekklesiologie
von Puebla'
5. ZUSAMMENSCHAU und
STELLUNGNAHME
LITERATURVERZEICHNIS / ABKÜRZUNGEN /
INSTITUTIONEN / ZEITSCHRIFTEN
ANHANG: BIOGRAPHISCHE SKIZZEN EINIGER BEFREIUNGSTHEOLOGEN
In der Zeit nach 1965 entwickelte sich in der lateinamerikanischen Kirche eine theologische Richtung, welche als ,Befreiungstheologie'1 weit über Lateinamerika hinaus bekannt wurde. Der Name ,Befreiungstheologie' wurde von Gustavo Gutierrez geprägt. Dieser peruanische Theologe veröffentlichte im Jahr 1972 die Schrift "Theologia de la liberaciòn", welche richtungsweisend wirkte und der ganzen Bewegung ihren Namen verlieh. Ich habe mich entschlossen, diese Arbeit zu veröffentlichen, auch wenn sie, literarisch (und orthographisch) gesehen, auf dem Stand von 1985 ist. Der Grund: Es gibt zur Befreiungstheologie zwar viele Veröffentlichungen auf dem deutschen Buchmarkt. Aber diese Veröffentlichungen haben vor allem die sogenannten "Klassiker" der Befreiungstheologie im Blick (Leonardo Boff, Custavo Gutierrez, vielleicht auch Hugo Assmann und Ronaldo Munoz), deren Texte ins Deutsche übersetzt wurden. Die hier vorgelegte Arbeit berücksichtigt aber darüber hinaus viele Texte, welche nur in der portugiesischen oder spanischen Sprache veröffentlicht sind.
Im Bereich der Ekklesiologie denkt die Kirche über sich selbst nach. "Ekklesiologisch" nennt man jene Art von Theologie, welche die Aufgaben und Ziele der Kirche bestimmt. Als es in Lateinamerika in den Siebziger Jahren zu einem gesellschaftspolitischen Aufbruch kam, bestimmten die progressiven Theologen Lateinamerikas den Ort der Kirche neu. Was sich in der Folge an theologischen Diskussionen entwickelte, war hochinteressant und führte dazu, dass theologische und kirchliche Themen bis weit über den Raum der Kirche hinaus weltweit diskutiert wurden. Besonders zu dem Zeitpunkt, als es zu den großen Synoden in Medellìn2 (Kolumbien 1968) und Puebla (Mexico 1979) kam, wurden die Fragen der Befreiungstheologie weltweit und sehr kontrovers diskutiert. Damals wurde im Austausch und im Streit zwischen der theologischen Reflexion der Theologen und der kirchlichen Hierarchie die Richtung festgelegt, welche die Kirche besonders in Lateinamerika weiterhin gehen sollte.
Die vorliegende Schrift will die Entwicklung dieser interessanten theologischen Strömung in ihren Hauptpunkten zur Erinnerung bringen. Im ersten Kapitel soll jenes gewisse zeitgeschichtliche Panorama nachgezeichnet werden, in welchem die Aussagen von Medellin standen. (Die politischen Verhältnisse wurden dabei ausgeklammert, sind diese doch von Europa aus kaum zu beurteilen). Im 2. Kapitel sollen dann die Aussagen von Medellin in ihrem theologischen Bezugsrahmen zu den Gedanken gestellt werden, welche im II. Vatikanischen Konzil und später dann in der päpstlichen Lehrschrift "Populorum Progressio" vorgestellt wurden. Das 3. Kapitel sollen einige markante Theologen der Befreiungstheologie in ihrem ekklesiologischen Denken vorgestellt werden. Sie haben das auf den Weg gebracht, was man den "Geist von Medellin" genannt hat. Besonders die Entwürfe von Hugo Assmann, Clodovis Boff, Leonardo Boff und Gustavo Gutierrez werden hier dargestellt. Das 4. Kapitel schließlich stellt dar, wie die Ekklesiologie von Medellin in dem Folgeentwurf von Puebla erweitert, korrigiert und präzisiert worden ist.
Sie können gerne mit dem Autor dieses Textes Kontakt aufnehmen: E.Dilloo-Heidger,
Rottweil
Bibliographien zum Thema:
Hans Schöpfer, Theologie der Gesellschaft, Interdisziplinäre
Grundlagenbibliographie zur Einführung in die befreiungs- und polittheologische
Problematik 1960 1975, Bern/Frankfurt/Las Vegas 1975
siehe auch:
ADLAF, Handbuch der deutschen Lateinamerika- Forschung Institutionen,
Wissenschaftler und Experten in der BRD und Berlin (West). Neuere
Veröffentlichungen; zusammengestellt von Wolfgang Grenz, Deutscher Akademischer
Austauschdienst (Hg) Bonn, und LADOK Hamburg/ Bonn 1980.und:
Frank Paul Vanderhoff, Bibliography: Latin American Theology on Liberation
Doc.I/I 73/398 CIDOC Cuadernos, Cidoc, Guernavaca, Mexico 1973.
Roger Vekemans, Bibliography: Curch and Liberation,
Developpment and Revolution Doc I/I 73/399, CIDOC Cuadernos, Cidoc,
Curernavaca, Mexico 1973
Die Texte sind auch vorgelegt in:
Die Kirche in der gegenwärtigen Umwandlung Lateinamerikas im Lichte des Konzils,
In: Stimmen der Weltkirche No 8, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
(Hg), Bonn 1981
Die Evangelisierung Lateinamerikas im Lichte des Konzils,(= PUEBLA), In:
Stimmen der Weltkirche No 8, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg),
Bonn 1981
